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KLIBO-Power-Brake-Plus

Die controllergesteuerte Hochleistungs-Bremse für Drehstrommotoren

KLIBO-Power-Brake-Plus

Besonderheiten:

  • Drehfeld- und Fehlspannungsüberwachung
  • Betriebszustandsanzeige mittels Doppel-LED
  • Wiedereinschalten in der Bremsphase
  • Relaisausgänge für Freigabe und Bremsschützansteuerung
  • Controllergesteuert mit Selbstüberwachung
  • Separat einstellbare Bremsströme für Stern und Dreieck
  • Automatische Erkennung ob Bremsung in Stern oder Dreieck
  • Temperaturüberwachung der Leistungshalbleiter
  • Bremsstrom-Regelung für konstante Bremsmomente
  • Sicherheitsüberwachung für Drehschalteranwendung

Technische Daten:

Artikelnummern
870 900 41 = 230V~
870 900 51 = 400V~
Nennspannungsbereiche
110V~, 230V~, 400V~
Nennfrequenz
50-60Hz
Spannungsbereich
85-110%
Bremsspannung
5-540V (reduziert auf ca. 430V)
max. Bremsstrom
40Aeff
Halbleiterschutz
Elektronische Strombegrenzung
Temperaturüberwachung
max. Bremszeit
10 sec.
max. Bremsenergie
128kJ (an 4 Ohm-Wicklung, Sternschaltung)
Leistungsaufnahme
der Steuerelektronik
4W
Umgebungstemperatur
-5°C ... 50°C
Lagertemperatur
-40°C ... 80°C
Bremshäufigkeit
10% ED bei 10 sec. Bremszeit (36/h)
Wiedereinschalt-
verzögerung
ca. 400ms
Arbeitsweise
Controllergesteuert mit Watch-Dog
Maße
170 x 98 x 33mm (LxBxH)
Max.
Anschlussquerschnitt
2,5mm²

Relaisausgänge:

Nennspannung
400V AC
Dauerstrom
Rel. 1: 3A
Rel. 2: 12A


Schaltplan 3Ph-400V - Steuerspannung 230V mit Schutztrennung [pdf-Datei]

Schaltplan 3Ph-400V - Steuerspannung 400V [pdf-Datei]

Anschlussbezeichnungen: [pdf-Datei]


Funktionsbeschreibung:

Die KLIBO-Power-Brake-Plus wurde entwickelt für die Erzeugung extrem hoher Bremsmomente bei gleichzeitig geringem Geräuschpegel an Käfigläufermotoren. Direkt nach dem Einschalten der Anlage als auch vor jedem Start des Motors, erfolgt die Drehfeldprüfung (Drehrichtung) inklusive Fehlspannungsprüfung und die Temperaturüberwachung der Leistungshalbleiter. Zwei Leuchtdioden geben Auskunft über den Betriebszustand.

Sind alle Bedingungen erfüllt, erfolgt die Freigabe über ein potentialfreies Relais. Die gesamte Anlage wird hierdurch geschützt – speziell auf Baustellen, wo Phasendrehungen in der Versorgungsleitung häufig vorkommen. Die integrierte Leistungselektronik (Drehstrombrücke – 6Puls) erzeugt einen Gleichstrom, der in der Motorwicklung ein stehendes Magnetfeld hervorruft und somit den Läufer bremst. Einflüsse wie Widerstandserhöhung der Zuleitung und Motorwicklung durch Erwärmung als auch Netzspannungsschwankungen, die den zeitlichen Verlauf der Bremsung beeinflussen, werden von einem modernen und leistungsstarken Industrie-Microcontroller erfasst und weitestgehend kompensiert. Schwankungen in der Bremszeit werden auf ein Minimum reduziert. Aufgrund der Drehstrombrücke wird eine symmetrische Auslastung der Versorgung gewährleistet und sehr wichtig, der Netzstrom in L1,L2,L3 beträgt nur das 0,58-fache des Motorbremsstroms. Mit anderen Worten, 23A Netzleitungsstrom, erzeugt 40A Bremsstrom.

Aufgrund der unterschiedlichen Motoreffizienz bei einer Bremsung in Stern- oder Dreieckschaltung wurden für den jeweiligen Bremsfall unabhängige Einstellmöglichkeiten vorgesehen. Zwei Potentiometer erlauben die stufenlose Einstellung der Bremsströme für Stern- und Dreieckschaltung. Dies erhöht die Sicherheit vor allem in „Not-Aus“-Situationen. Im Vergleich zu marktüblichen Bremsen, ist diese Schaltung in der Lage, wesentlich höhere Spannungen einzustellen und hochohmige Motore mit großen Schwungmassen (z.B. Bandsägen) sehr schnell, leise und sicher abzubremsen. Ein gefahrloses Wiedereinschalten ist auch während des Bremsvorgangs möglich. Darüber hinaus verfügt die Schaltung über einen „Sicherungseingang“, der kostengünstige Lösungen für manuelle Stern-Dreieckschaltung erlaubt. Der Schalter wird hierbei kontinuierlich überwacht und bei Betätigung/Auslenkung wird der Bremsstrom sofort abgeschaltet. Ein Kontaktschweißen, wegen des hohen Gleichstroms, wird verhindert. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Elektronik sich selbst überwacht und Sicherheitsreserven so bemessen wurden, dass auch bei Temperaturüberschreitung des Leistungsteils der Bremsvorgang bis zum Stillstand sicher fortgeführt wird.

Motorerwärmung im Bremsbetrieb:

Die Motorerwärmung bei der Bremsung durch Gleichstromeinspeisung entspricht der Erwärmung beim Motorstart. Werden Motoren häufig gestartet und mit hohen Strömen gebremst, sollte die Motortemperatur zusätzlich durch einen Thermistor (Temperaturfühler) überwacht werden.

Durch unsere langjährige Erfahrung mit Bremsmodulen sind wir der richtige Partner für elektronische Bremsen.

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