Die Bremssteuerung entspricht den Anforderungen der EN60204 Abs. 9.2.5.4.2 "Stillsetzen im Notfall" in der Kategorie 1
Beschreibung der Anschlüsse und Funktionen
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Durch die Stillstandserkennung ist bei der Aufschaltbremse lediglich der Bremsstrom einzustellen. Der Stromregler der Bremse regelt jede thermische Änderung des Motorwiderstands aus, so dass etwa immer die gleiche Bremsdauer erreicht wird. Ebenso werden Produktionsschwankungen der Motorwicklung ausgeglichen.
Die Stillstandserkennung passt sich dynamisch an verschiedene Motorgrößen in Stern- oder Dreieckschaltung an. Es ist keine weitere Justage nötig. Wird der Stillstand erkannt, so fließt noch für eine optimierte Nachbremszeit von nur 0,5s ein Bremsstrom durch den Motor.
Das Gerät überwacht die Vorgaben der Berufsgenossenschaft nach GS-HO-01 bezüglich der Bremszeiten und Fehlererkennung. Wenn durch falsche Einstellung des Bremsstroms, Überlastung oder Alterung die zulässige Bremszeit von 10s mehrfach überschritten wird, setzt die Bremse die Anlage still.
Beträgt die notwendige Bremsdauer mehr als 14s, schaltet die Bremse sofort ab. Der Motor läuft in diesem Fall evtl. noch nach. Ein erneuter Anlauf wird unterbunden. Beide Sperren werden durch eine Netzunterbrechung wieder aufgehoben.
Weiterhin überwacht die Bremse die internen Leistungshalbleiter und die äußere Beschaltung. Der Stromregler verhindert ein Hochlaufen des Stroms bei Überlast. Die Sensorik erkennt jede Unterbrechung des Bremsstromkreises und verhindert einen weiteren Anlauf.
Wird die Steuerung mit dem Netz verbunden, führt die Bremse einen kurzen Selbsttest durch, dabei wird für etwa 200ms der Bremsstrom eingeschaltet. Nach ca. 0,5s ist die Steuerung bereit für einen Motoranlauf.
Der benötigte Bremsstrom ist abhängig von dem eingesetzten Motor und der Schwungmasse. Aus diesem Grund kann es erforderlich sein, die Werksvoreinstellung zu ändern. Der Bremsstrom ist an dem Potentiometer so zu justieren, dass der Motor innerhalb von 10 Sekunden stehen bleibt. Bremszeiten unter 3 Sekunden führen zu einer unnötigen Erwärmung der Bremse, sowie des Motors und sind zu vermeiden. Der Bremsstrom sollte während der Einstellung mit einem Dreheisenmesswerk oder einer DC-Stromzange (mit True RMS) überwacht werden und muss unter 16A liegen.
Stellen Sie sicher, dass die maximale Bremszeit mit allen Werkzeugen und Sägeblättern eingehalten wird. Ist die einmalige Einstellung abgeschlossen, ist die Steuerung betriebsbereit.
Im Ruhezustand und Betrieb des Motors ist die Freigabe zum Starten (COM-NO) eingeschaltet. Während des Bremsvorgangs ist die Freigabe gesperrt. Bleibt die Freigabe gesperrt, wurde die Bremszeit überschritten oder ein anderer Fehler ist aufgetreten. Die Bremse blockiert nun einen erneuten Anlauf des Motors. Die Blockade wird aufgehoben, wenn Sie für kurze Zeit das Gerät vom Netz trennen.
Die Motoranschlussleitung sollte so kurz wie möglich ausgeführt werden. Leitungslängen über 10 mtr. können für die Stillstanderkennung kritisch werden. Um Störeinstrahlungen zu verhindern, darf die Motorleitung nicht mit anderen hochfrequenten Steuerleitungen verlegt werden.